Terror in Paris : AfD bekommt mehr Zulauf - weniger Gegendemonstranten

Die AfD erhielt bei ihrer Kundgebung am Mittwochabend in Erfurt mehr Zulauf. 3500 Anhänger kamen, die Zahl der Gegendemonstranten nahm ab.

Teilnehmer einer Kundgebung der «Alternative für Deutschland» (AfD) schwenken am 18.11.2015 in Erfurt (Thüringen) ihre Fahnen. Es soll die vorerst letzte Kundgebung der Thüringer AfD in diesem Jahr sein.
Teilnehmer einer Kundgebung der «Alternative für Deutschland» (AfD) schwenken am 18.11.2015 in Erfurt (Thüringen) ihre Fahnen. Es...Foto: dpa

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die rechtspopulistische Partei AfD bei ihrer regelmäßigen Kundgebung in Erfurt mehr Zulauf bekommen. Laut Polizei versammelten sich am Mittwochabend rund 3500 Teilnehmer. Vor zwei Wochen hatte die Partei 2100 Menschen mobilisiert. Als Reaktion auf die Attentate stellte die AfD ihre Demonstration diesmal unter das Motto „Islamistischem Terror vorbeugen: Unsere Grenzen sichern, unsere Werte leben, unser Land erhalten“. Auf Plakaten war „Der Terror ist angekommen“ und „Wir trauern um die Opfer“ zu lesen.

AfD will in diesem Jahr nicht mehr demonstrieren

Vor dem Landtagsgebäude sagte AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke, die Anschläge seien eine Folge der seit Jahrzehnten verfehlten Einwanderungs- und Asylpolitik. Der Zuzug nach Europa müsse deshalb sofort beendet werden. Gegen die AfD-Kundgebung demonstrierten laut Polizei etwa 350 Menschen. Vor zwei Wochen waren es noch 1200 gewesen. Die AfD kündigte an, in diesem Jahr keine großen Demonstrationen mehr veranstalten zu wollen.

Die AfD hatte zuvor Aufsehen erregt, weil ihr Vize-Chef Alexander Gauland im Landtag Brandenburgs freiwillige Flüchtlingshelfer als "Nützliche Idioten" diffamiert hatte. (dpa)

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