• Terror in Paris und Brüssel: Hauptverdächtiger Abdeslam kann nach Frankreich ausgeliefert werden
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Terror in Paris und Brüssel : Hauptverdächtiger Abdeslam kann nach Frankreich ausgeliefert werden

Der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris, Salah Abdeslam, wird nach Frankreich ausgeliefert. Er will mit den dortigen Behörden kooperieren.

Polizei in der belgischen Hauptstadt Brüssel.
Polizei in der belgischen Hauptstadt Brüssel.Foto: dpa/Laurent Dubrule

Salah Abdeslam, einer der Hauptverdächtigen der Pariser Terroranschläge mit 130 Todesopfern, kann von Belgien nach Frankreich ausgeliefert werden. Das habe das Untersuchungsgericht am Donnerstag in Brüssel entschieden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Brüssel mit. Der 26 Jahre alte Franzose habe seiner Auslieferung zugestimmt. Wann er nach Frankreich gelangen soll, müsse noch von den verantwortlichen Behörden in Belgien und Frankreich geklärt werden. Ein Termin wurde nicht genannt.

Die belgische Polizei hatte ihn vor zwei Wochen bei einem dramatischen Zugriff im Brüsseler Stadtteil Molenbeek festgenommen, wo er in den vergangenen Jahren lebte. Frankreich hatte seine Auslieferung mit einem europäischen Haftbefehl beantragt. "Salah Abdeslam will an die französischen Behörden übergeben werden", sagte sein Anwalt Cédric Moisse am Donnerstag. "Ich kann auch bestätigen, dass er mit den französischen Behörden kooperieren will."
Abdeslam galt bis zu seiner Festnahme am 18. März in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek als Staatsfeind Nummer eins in Belgien. Er soll maßgeblich an den Pariser Anschlägen vom November beteiligt gewesen sein und gilt als einziger überlebender Attentäter. Am Tag nach seiner Festnahme war Abdeslam von den belgischen Ermittlern verhört worden. Dabei gab er an, er habe sich eigentlich am 13. November vor dem Stade de France in Paris in die Luft sprengen sollen, in letzter Minute aber anders entschieden.
Zuletzt saß er in Brügge in Untersuchungshaft. Ob er direkt an der Vorbereitung der Brüsseler Anschläge vom 22. März beteiligt war, ist noch unklar. (dpa,AFP)

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