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Terroraktionen des IS in Syrien und dem Irak : Mindestens sieben IS-Selbstmordattentäter kommen aus Deutschland

Auch aus Deutschland kommen Selbstmordattentäter, die für die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak töten. Das teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken mit.

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Eine Explosion in der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane.
Eine Explosion in der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane.Foto: AFP

Die Bundesregierung geht von bis zu zehn Selbstmordattentätern aus Deutschland aus, die sich in Syrien und im Irak für den „Islamischen Staat“ (IS) bei terroristischen Aktionen getötet haben. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion, die dem Tagesspiegel vorliegt, ist von einer „höheren einstelligen Zahl“ die Rede. Gesicherte Erkenntnisse lägen bereits zu sieben Attentätern vor. Dagegen befänden sich keine Geiseln aus Deutschland in den Händen der Terrormiliz, teilte die Regierung mit.

Die Folgen des IS-Verbots sind nach Auskunft der Regierung überschaubar. Es habe nur eine Durchsuchung in Nordrhein-Westfalen gegeben, hieß es. Vermögenswerte der verbotenen Organisation seien nicht bekannt, ebenso wenig Strukturen und Netzwerke sowie Personenzahlen. Allerdings seien Sympathisantenwerbung und Propaganda zurückgegangen, Profile in den sozialen Medien wie Facebook seien gelöscht worden. Die Bundesregierung geht von einer „größeren Zahl“ von Unterstützern aus, wie die verstärkten Ausreisen in IS-Gebiete und das auf Deutsch verfügbare Propagandamaterial belegten.

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