Terroranschlag : Verletzte bei Autobombenexplosion in Pamplona

Bei der Explosion einer Autobombe in Pamplona wurden am Donnerstag 17 Menschen leicht verletzt. Die spanischen Behörden machen die baskische Untergrundorganisation Eta für den Anschlag verantwortlich.

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Flammen nach dem Autobombenanschlag auf dem Universitätsgelände in Pamplona. Rund 400 Menschen mussten evakuiert werden, 17...Foto: dpa

MadridDurch die Explosion einer Autobombe sind am Donnerstag im nordspanischen Pamplona mehrere Menschen leicht verletzt worden. Wie eine Sprecherin der Regionalregierung mitteilte, wurden insgesamt 17 Menschen leicht verletzt, als die Bombe auf einem Parkplatz der Universität der Stadt explodierte. Die Behörden machten die baskische Untergrundorganisation Eta für den Anschlag verantwortlich.

Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Hauptgebäudes, sagte eine Mitarbeiterin der Uni. Ein durch die Explosion ausgelöstes Feuer habe weitere Fahrzeuge in Brand gesetzt. Aus den angrenzenden Gebäuden wurden nach Universitätsangaben 400 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Verletzen erlitten nach Krankenhausangaben Schnittwunden durch umherfliegende Glassplitter, einige klagten über Hörbeschwerden infolge der Druckwelle.

Anonymer Anrufer warnte Polizei

Eine Stunde vor der Detonation hatte ein anonymer Anrufer im Namen der Eta vor der Bombe gewarnt. Die Polizei nahm jedoch keine Absperrungen vor. Sie begründete dies damit, dass der Anrufer keine genauen Angaben gemacht habe, wo die Autobombe sich befand.

Auf die Universität von Navarra in Pamplona wurden in der Vergangenheit bereits sechs Anschläge verübt. Zuletzt waren im Mai 2002 bei der Explosion einer Autobombe drei Menschen leicht verletzt worden. Die spanische Polizei hatte am Dienstag vier mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation Eta festgenommen und damit nach eigenen Angaben einen Anschlag verhindert.

Pamplona ist die Hauptstadt der an das Baskenland grenzenden Region Navarra. Die Eta kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Seit die Eta im Juni 2007 einen Waffenstillstand aufgekündigt hatte, nahm die Zahl der Anschläge wieder zu. (jar/AFP/dpa)

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