Politik : Terrorgruppe um al Sarkawi bekennt sich zu Raketenanschlag in Akaba

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Kairo Die Terrorgruppe des Jordaniers Abu Mussab al Sarkawi im Irak soll sich zu den Raketenangriffen auf Ziele in Jordanien und Israel vom vergangenen Freitag bekannt haben. Das berichtete der Nachrichtensender Al Arabija am Dienstag. Die jordanischen Behörden hatten zuvor erklärt, drei der insgesamt vier Täter seien aus dem Irak gekommen und hätten ihre Befehle auch von dort erhalten.

Wie die jordanischen Staatsmedien am Dienstag berichteten, nahm die Polizei in Amman inzwischen einen Hauptverdächtigen, den Syrer Mohammed al Sihli, fest. Seine drei Komplizen, zwei seiner Söhne und ein Iraker, sollen Jordanien bereits verlassen haben. Nach offizieller Darstellung lebte Mohammed al Sihli schon längere Zeit in Amman. Seine beiden Söhne Abdul Rahman und Abdullah sollen am 6. August zusammen mit dem Iraker Mohammed Hassan auf dem Landweg vom Irak nach Jordanien gereist sein. Die Katjuscha-Raketen sollen sie in einem umgebauten Benzintank ins Land geschmuggelt haben.

Extremisten hatten am Freitag von einem Lagerhaus in der jordanischen Hafenstadt Akaba aus drei Katjuscha-Raketen abgefeuert. Eine Rakete tötete einen jordanischen Soldaten, der sich in der Nähe eines US-Kriegsschiffes im Hafen von Akaba aufgehalten hatte. Zwei weitere Raketen trafen den israelischen Urlaubsort Eilat am Roten Meer und das Gelände eines Militärkrankenhauses in Akaba. In beiden Fällen entstand nur Sachschaden. Zu den Angriffen hatte sich auch eine Al-Qaida-Untergruppe bekannt, die bereits für die Bombenanschläge im ägyptischen Badeort Scharm al Scheich Ende Juli sowie in dem Touristenort Taba im vergangenen Jahr die Verantwortung übernommen hatte. dpa

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