Terrorismus : Al Qaida beschimpft Barack Obama als "Hausneger"

In einer Audiobotschaft wurde Barack Obama mit drastischen Worten von einem ranghohen Al-Qaida-Mitglied gewarnt, vermehrt Soldaten nach Afghanistan zu senden. Die Botschaft ist am Mittwoch von einem privaten Sicherheitsinstitut veröffentlicht worden.

Obama und Bush Foto: dpa
Al Qaida war Bushs größter Albtraum - wird die Terrororganisation auch Obamas sein? -Foto: dpa

DubaiDie Nummer zwei des Terrornetzwerkes Al Qaida, Aiman al Sawahiri, hat den künftigen US-Präsidenten Barack Obama davor gewarnt, weitere Truppen nach Afghanistan zu entsenden. Obamas Vorhaben, US-Soldaten aus dem Irak nach Afghanistan zu verlegen, sei "zum Scheitern verurteilt", sagte Sawahiri in einer im Internet veröffentlichten Audiobotschaft, die am Mittwoch von der auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierte Site Intelligence Group veröffentlicht wurde. Sollte auch er "starrköpfig sein mit Blick auf das Scheitern der USA in Afghanistan", solle Obama sich "an das Schicksal von Bush und (des früheren pakistanischen Präsidenten) Pervez Musharraf erinnern". Al-Sawahiri warnte vor einer Truppenaufstockung am Hindukusch: "Die Hunde Afghanistans haben Gefallen gefunden am Fleisch eurer Soldaten, also entsendet noch einmal tausende und tausende von ihnen."

Obama sei das Gegenteil ehrenvoller schwarzer Amerikaner

Obama sei wie der frühere US-Außenminister Colin Powell und die jetzige Außenamtschefin Condoleezza Rice ein "Hausneger", sagte Al-Sawahiri weiter. "Sie haben einen muslimischen Vater, aber Sie haben es sich ausgesucht, auf Seiten der Feinde des Islam zu stehen", heißt es an die Adresse des designierten Präsidenten gerichtet in der mehr als elf Minuten langen Videobotschaft.

Obama sei "das direkte Gegenteil von ehrenvollen schwarzen Amerikanern", sagte Al-Sawahiri den Angaben zufolge weiter und lobte den militanten muslimischen US-Bürgerrechtler Malcolm X, der in den 60er Jahren für Schlagzeilen gesorgt hatte. Obama sei "offenbar weiterhin ein Gefangener der kriminellen amerikanischen Mentalität gegenüber der Welt und den Muslimen". Er habe sich "für den Weg der Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen entschieden" und "bete die Gebete der Juden", obwohl er Christ sei.

25 Millionen Kopfgeld

Obama hatte am Sonntag sein im Wahlkampf geäußertes Vorhaben bekräftigt, US-Truppen aus dem Irak nach Afghanistan zu verlegen. Im Irak sind derzeit rund 150.000 US-Soldaten stationiert. In Afghanistan, wo sich in den vergangenen Monaten die Kämpfe mit islamistischen Gruppen verschärft hatten, sind etwa 32.000 US-Soldaten im Einsatz.

Der ägyptische Terrorist Aiman al Sawahiri bewegt sich weiter frei im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan. Die pakistanische Regierung hatte Anfang September eingeräumt, dass der 57-Jährige den Sicherheitskräften erst kurz zuvor entkommen sei. Die USA haben ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.(sba/AFP)

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