Terrorismus : Al Qaida stellt Forderungen für Freilassung von Geiseln

Laut Medienberichten verhandelt Deutschland zum ersten Mal mit dem Terrornetzwerk Al Qaida. Nun gibt es erste Hinweise auf die Motive der Entführungsaktion.

Marianne P Foto: ddp
Ein undatiertes, von der Terrororganisation Al Qaida veröffentlichtes Foto zeigt angeblich die in Mali entführte Marianne P. aus...Foto: ddp

Berlin/BamakoDie Entführer der im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger verschleppten deutschen Touristin Marianne P. verlangen im Austausch für ihre Geiseln offenbar unter anderem die  Freilassung von zwei inhaftierten Mauretaniern.

Eine mit den Vorgängen vertraute Quelle aus Mali sagte am Freitag, die zu dem nordafrikanischen Arm des  Terrornetzwerks Al Qaida gehörenden Männer seien in einem Land der Sahel-Zone inhaftiert. Zur Sahel-Zone gehören Mali, Burkina Faso, Niger, Algerien, Libyen und der Tschad.

Gesundheitszustand der Deutschen "angeschlagen"

Die 77-jährige ehemalige Lehrerin war zusammen mit drei anderen europäischen Touristen . Die Entführergruppe hat neben der Darmstädterin auch zwei Schweizer und einen Briten am 22. Januar verschleppt. Bereits im Dezember vergangenen Jahres wurden zwei Kanadier in der Region entführt.

Mitte dieser Woche habe sich ein Anhänger von "Al-Qaida im Maghreb" (Nordafrika) in einem Video zu der Geiselnahme bekannt. Ein Krisenstab der Bundesregierung verhandelt nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" indirekt mit den Geiselnehmern. Die Kontakte gelten politisch als heikel, da es das erste Mal wäre, dass der Krisenstab wissentlich mit Al-Qaida-Terroristen Gespräche führe, berichtet das Wochenblatt. Nach Angaben des Magazins sollen sich die Entführer und ihre Geiseln derzeit im Grenzgebiet zwischen Mali, Niger und Südalgerien aufhalten. Der Gesundheitszustand der Hessin gilt als "angeschlagen". (ml/AFP/ddp)

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