Terrorismus : Al-Qaida-Verbindungsmann im Irak gefangen

US-Truppen haben einen angeblichen Verbindungsmann der irakischen Al-Qaida-Kämpfer gefangen genommen. Bei Angriffen von Aufständischen in Bagdad sind unterdessen drei amerikanische Soldaten getötet worden.

Bagdad/TeheranDie US-Truppen haben im Irak einen angeblichen Verbindungsmann zwischen den Al-Quaida-Kämpfern im Irak und den Anführern des Terrornetzwerks von Osama bin Laden gefangen genommen. Ein Militärsprecher sagte in Bagdad, Chaled al-Maschhadani habe ausgesagt, er sei dem Anführer der Al-Qaida-Terroristen im Irak, Abu Ajub al-Masri, direkt unterstellt gewesen.

Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki erklärte unterdessen, sein Land und die USA wollten in Kürze ihre Gespräche über die Lage im Irak in zweiter Runde auf Diplomatenebene in Bagdad fortsetzen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete jedoch, einen Termin für das Treffen gebe es noch nicht. Am 28. Mai hatten Vertreter der USA und des Irans in Bagdad erstmals seit fast drei Jahrzehnten wieder offizielle Gespräche geführt. Konkrete Ergebnisse des rund vierstündigen Treffens wurden nicht bekannt.

Bei der Explosion von zwei Sprengsätzen an einer Straße in Bagdad sind sechs Zivilisten ums Leben gekommen. Die irakische Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete unter Berufung auf die Polizei, die beiden Sprengsätze seien im Amin-Viertel im Südosten der irakischen Hauptstadt in der Nähe eines Parkplatzes detoniert. Fünf Menschen seien verletzt worden.

Sunnitische Familien aus Häusern vertrieben

Die US-Armee meldete, Aufständische hätten in Bagdad zwei amerikanische Soldaten getötet. Bei Kämpfen im Westen der Stadt sei ein Sprengsatz neben ihrem Fahrzeug detoniert. Im Osten der Hauptstadt kam bei einem weiteren Sprengstoffangriff laut Armee ein Soldat ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Nach der Attacke seien die zwei Aufständischen, die den Sprengsatz gezündet hätten, von US-Soldaten getötet worden.

Die sunnitische Islamische Partei berichtete derweil, in Bagdads Vorort Al-Mansur würden seit zwei Tagen unter den Augen der irakischen Truppen sunnitische Familien aus ihren Häusern vertrieben. Der sunnitische Rat der Religionsgelehrten behauptete, im westlichen Amirija-Viertel hätten irakische Soldaten einen sunnitischen Zivilisten und seinen Sohn festgenommen und anschließend vor den Augen der Passanten mit Messern getötet und enthauptet. Der irakische Abgeordnete Bassem al-Hassani sagte, obwohl sich die Sicherheitslage in einigen Teilen der Hauptstadt verbessert habe, steige die Zahl der Familien, die aus Angst aus ihren Wohnvierteln fliehen, weiter an. (mit dpa)

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