Politik : Terrorismus: BKA sieht Touristen in Gefahr

mfk

Nach dem mutmaßlichen Attentat auf Djerba sieht das Bundeskriminalamt die Gefahr weiterer Anschläge auf Touristenziele, hat aber keine konkreten Hinweise. Es bestehe eine "abstrakte Gefährdung", teilte das BKA am Freitag mit. Innenminister Schily (SPD) sagte, man dürfe aus dem Anschlag keinesfalls den Schluss ziehen, dass man derzeit generell auf Reisen nach Tunesien verzichten sollte.

Zum Thema Fotostrecke: Djerba und die Folgen Das Innenministerium geht immer mehr davon aus, dass der Anschlag von Mitgliedern des Terrornetzwerks der Al Qaida begangen wurde. Er habe "viele Anhaltspunkte" für diese These, sagte Schily, der am Sonntag nach Tunesien reist. Auch die USA gehen von einem Terroranschlag aus. Regierungsbeamte bestätigten nach einem Treffen von Außenminister Colin Powell mit seinem tunesischen Kollegen, dass eine Verbindung zur terroristischen Szene feststehe. Der tunesische Minister habe klar gemacht, dass sich die Ermittlungen auf einen terroristischen Angriff mit internationalem Hintergrund konzentrierten. Durch den Anschlag starben elf deutsche Touristen.

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