Terrorismus : BKA warnt Kabul vor Anschlägen

Das Bundeskriminalamt warnt zurzeit in ganz Afghanistan mit rot eingerahmten Plakaten vor dem 27-jährigen deutschen Islamisten Jan Sch. Die Fahnder befürchten, dass er dort Anschläge auf internationale Einrichtungen ausführen könnte.

Berlin - Das Bundeskriminalamt warnt in ganz Afghanistan mit rot eingerahmten Plakaten vor dem 27-jährigen deutschen Islamisten Jan Sch. Die Fahnder befürchten, dass er dort Anschläge auf internationale Einrichtungen ausführen könnte. Laut „Spiegel Online“ haben die Behörden Hinweise, dass der Mann Kontakte zu Al Qaida hat und sich seit Kurzem im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufhält. Das BKA hängte die Plakate des in Kasachstan geborenen Deutschen vor allem an Sicherheitsschleusen und Kontrollpunkten von internationalen Einrichtungen auf. Die deutschen Behörden sehen in Sch. eine Kontaktperson der sogenannten Sauerland-Gruppe um Fritz Gelowicz, die dringend verdächtigt wird, Terroranschläge in Deutschland geplant zu haben und im September 2007 gefasst wurde. Sch. reiste 2004 nach Saudi-Arabien aus, hielt aber den Kontakt zur Sauerland-Gruppe.

Derweil wurde bekannt, dass der Hubschrauber-Konvoi von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei dessen Besuch in Afghanistan beschossen worden ist. Die Helikopter waren demnach am Freitagmittag wenige Minuten nach dem Start im nordafghanischen Kundus vom Boden aus unter Beschuss geraten. Guttenberg zeigte  Verständnis für die Einschätzung, dass es sich beim Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan um einen Krieg handelt. Völkerrechtlich sei diese Definition zwar falsch, sagte er in der ARD. Allerdings habe das Wort Krieg nicht nur eine juristische sondern auch eine umgangssprachlich Dimension. Wenn man mit Blick auf den Bundeswehreinsatz in Afghanistan von einem „nicht internationalen bewaffneten Konflikt“ oder ähnlichem rede, sei das sicher nicht die Sprache der Soldaten oder der Bevölkerung. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) kündigte im ZDF an, er wolle in den nächsten vier Jahren die Voraussetzungen für einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan schaffen. AFP/dpa/ddp

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