Terrorismus : Bombe tötet Touristen im Jemen

Bei einem Anschlag auf eine südkoreanische Reisegruppe im Jemen sind am Sonntag vier Südkoreaner ums Leben gekommen. Der Sprengsatz detonierte an einem Aussichtspunkt.

SanaaVier südkoreanische Touristen starben, vier weitere Südkoreaner und ein Einheimischer wurden nach Angaben der Sicherheitskräfte bei der Explosion in der Nähe der historischen Stadt Schibam verletzt. Die Reisenden standen auf einem Hügel, um Schibam im Sonnenuntergang zu fotografieren, als der Sprengsatz detonierte.

Das zum Weltkulturerbe gehörende Schibam ist auch als "Hochhausstadt der Wüste" bekannt. Auf einer kleinen Fläche stehen etwa 500 eng aneinandergebaute Lehmziegelhäuser, die bis zu 29 Meter hoch sind.

Touristen sind im Jemen häufig Opfer von Überfällen und Entführungen. Im Januar 2008 geriet eine belgische Reisegruppe im Wadi Hadramaut in einen Hinterhalt. Zwei Belgierinnen sowie ein Reiseführer und ein Chauffeur starben. Im Juli 2007 kamen bei einem Selbstmordattentat auf eine spanische Reisegruppe sieben spanische Touristen ums Leben. Zu beiden Angriffen bekannte sich die Gruppe Soldaten des Jemen, ein Ableger des Terrornetzwerkes Al Qaida. Die Familie von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden stammt aus dem Jemen. (feh/AFP)

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