Politik : Teufel und Schmude kommen in den Ethikrat

Berlin - Das Bundeskabinett und der Bundestag haben am Mittwoch die 26 Mitglieder des Deutschen Ethikrats benannt. Zu dem Gremium gehören der frühere baden-württembergische Regierungschef Erwin Teufel (CDU), der ehemalige SPD-Bundesminister Jürgen Schmude, Ex-Justizminister Edzard Schmidt-Jortzig (FDP) und Ex-Forschungsstaatssekretär Wolf-Michael Catenhusen (SPD).

„Der Deutsche Ethikrat wird als unabhängiger Sachverständigenrat den Bundestag und die Bundesregierung beraten. Zugleich wird er ein nationales Forum für den Dialog über zentrale ethische Fragen in den Lebenswissenschaften sein“, sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU). Insgesamt arbeitete die Hälfte der 26 Mitglieder bereits im bisherigen Nationalen Ethikrat mit. Nach dem 2007 verabschiedeten Ethikrat-Gesetz dürfen Regierung und Parlament die Mitglieder je zur Hälfte benennen. Von kirchlicher Seite gehören dem Rat der Augsburger katholische Weihbischof Anton Losinger, der katholische Theologe Eberhard Schockenhoff, der evangelische thüringische Landesbischof Christoph Kähler und der Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hermann Barth, an. Auch die beiden bisherigen Vorsitzenden des Nationalen Ethikrats, die Juristen Spiros Simitis (bis 2005) und Kristiane Weber-Hassemer (seit 2005), arbeiten wieder mit.

Weitere Mitglieder sind die Leipziger Philosophin Weyma Lübbe, der Bayreuther Mediziner Eckhard Nagel, der Schauspieler Peter Radtke, der Berliner Molekularbiologe Jens Reich, die Ethik-Professorin Bettina Schöne-Seifert, die Ethik-Expertin Christiane Woopen, die Hamburger Biotechnologie-Expertin Regine Kollek, der Bonner Staatsrechtler Matthias Herdegen, der Heidelberger Medizinethiker Axel Bauer, der Leipziger Immunologe Frank Emmrich, die Berliner Juristin Ulrike Riedel, die Frankfurter Biologin Stefanie Dimmeler, die Gießener Juristin Gabriele Wolfslast, die ehemalige Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Hildegund Holzheid, der Professor für Technikforschung Alfons Bora und der Philosoph Volker Gerhardt.

Der Deutsche Ethikrat, dessen Errichtung der Bundestag im April 2007 beschlossen hatte, löst den bisherigen Nationalen Ethikrat ab. Die Mitglieder werden für vier Jahre in das Gremium entsandt. AFP

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