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Teure Versicherungen : Hebammen hoffen auf Hilfe der Bundesregierung

25.10.2012 17:34 Uhr
Die Bundesregierung hat zugesagt, sich um die Probleme von Hebammen zu kümmern.Bild vergrößern
Die Bundesregierung hat zugesagt, sich um die Probleme von Hebammen zu kümmern. - Foto: dpa

Die Haftpflichttarife für Hebammen sind zuletzt stark gestiegen, viele fürchten daher um ihre berufliche Existenz. Nach einem Treffen im Kanzleramt hoffen die Geburtshelferinnen nun, dass sich ihre Lage bald verbessert.

Nach einem Treffen im Kanzleramt machen sich Deutschlands Hebammen Hoffnung auf Verbesserungen ihrer finanziellen Lage. Dazu sollen ihre Belange in einer ungewöhnlich umfassenden Runde beraten werden. Selbstständige Hebammen beklagen seit Längerem, dass sie durch Anhebungen der Tarife für die Berufshaftpflicht in existenzielle Nöte gerieten. „Das Grundsatzproblem der Haftpflichtversicherungen wird in einer Arbeitsgruppe weiter bearbeitet“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.
Der Verein „Hebammen für Deutschland“ teilte mit, weitere Arbeitsschwerpunkte sollten unter anderem Fragen der Vergütung und der Ausbildung sein.

Neben Vertretern der Berufsgruppe sollen die Ministerien für Gesundheit, Familie, Justiz, Finanzen, Arbeit und Soziales an den Beratungen teilnehmen, sowie das Bundeskanzleramt und der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.
Dem Treffen im Kanzleramt ging eine Einladung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) voraus. Teilgenommen hatten neben Kanzleramtschef Ronald Pofalla Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Hebammen und Krankenkassen hatten sich bereits auf einen Ausgleich für stark steigende Prämien ihrer Berufshaftpflichtversicherung geeinigt.
Die Kassen geben damit 1,7 Millionen Euro mehr im Jahr für in der Geburtshilfe tätige freiberufliche Hebammen aus, wie der GKV-Spitzenverband weiter erläuterte. Eine Hebamme bekomme für jede von ihr betreute Geburt im Geburtshaus 25,60 Euro und bei einer Hausgeburt 78 Euro zusätzlich. Die Hebammen bezeichneten ihre wirtschaftliche Lage aber weiter als bedrückend. (dpa/dapd)

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