Politik : Thierse stützt Merkels Kritik an Managergehältern

Berlin - Nach der Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an überhöhten Managergehältern hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) die Union dazu aufgerufen, für eine angemessene Besteuerung großer Erbschaften und Vermögen zu sorgen. Er teile die Vorhaltungen der Kanzlerin, sagte Thierse dem Tagesspiegel: „Die Explosion der Vorstandsbezüge auf das 300 bis 500fache der Beschäftigten ist skandalös und kann durch Einzellleistungen nicht erklärt werden.“ Da die Politik Managergehältern gesetzlich keine Grenzen setzen könne, müssten die dramatischen Gegensätze zwischen Arm und Reich über die Steuerpolitik ausgeglichen werden. „Ich hoffe, dass sich die CDU und Frau Merkel bei den künftigen Debatten über die Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften an ihre Kritik an der exorbitanten Steigerung der Vorstandsgehälter erinnern.“ Am Dienstag teilte die Deutsche Post in Bonn mit, dass Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel auf einen Schlag eigene Aktien des Unternehmens für 4,73 Millionen Euro verkauft hat. Zumwinkel machte das Geschäft mit einem Zugewinn von fast 100 Prozent oder rund 2,24 Millionen Euro über Aktienoptionen des Unternehmen. Aktienoptionen sind beim Post-Vorstand ein Teil der Vergütung. has/dpa

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