Politik : Thierses Thesen: "Mehr Staatsgeld für den Aufbau Ost"

m.m.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse bekommt für seine These, wonach der Osten auf der Kippe steht, prominente Unterstützung. Unter der überschrift "Thierse hat Recht!" wollen Prominente an diesem Donnerstag in Berlin einen offenen Brief an Politiker der neuen Bundesländer veröffentlichen - um zu vermeiden, dass die Debatte um den richtigen Weg zum Aufbau Ost im "Einerseits-Andererseits" versandet.

Zu den Unterzeichnern des Papiers, das dem Tagesspiegel vorliegt, zählen die früheren Bundesminister Egon Bahr und Herbert Ehrenberg, die Schriftsteller Günter Grass und Daniela Dahn, der Publizist und Theologe Friedrich Schorlemmer. Auch verschiedene Gewerkschafter unterstützen die vom thüringischen SPD-Bundestagsabgeordneten Edelbert Richter gestartete Initiative - darunter der Bundesvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel, sowie die Landesvorsitzenden des DGB aus Berlin-Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Unterzeichner verlangen eine "zweite Investitionsoffensive" für den Osten, "die vom Staat angestoßen und eingeleitet werden muss". Werde die Antwort auf die Probleme in den neuen Ländern dem spontanen Markt überlassen, würden die Menschen dort wirtschaftlich auf immer "Bürger zweiter Klasse" bleiben.

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