Thilo Sarrazin : Was er selbst sagt

Thilo Sarrazin im Gespräch über die mögliche Abberufung.

Haben Sie an Rücktritt gedacht?

Ich habe von Dienstag bis Donnerstagmorgen geschwankt. Der gewaltige Zuspruch war für mich aber Zeichen genug, dass ich nicht nur an meine Bequemlichkeit denken durfte.

Fühlen Sie sich unverstanden?

Ich habe den Eindruck, dass mich 90 Prozent der Bevölkerung genau verstanden haben. Diejenigen, die mich bekämpfen, haben mich vielleicht auch verstanden.

Was macht ein Bundesbank-Vorstand ohne Aufgaben?

Ich antworte nicht auf Bundesbank-Interna. Aber sicherlich kann man davon ausgehen, dass ich, solange ich in meinem Büro bin, immer beschäftigt bin. Ich habe als Finanzsenator auch schon immer gerne Folien gemacht.

Werden Sie gegen die Abberufung klagen und wenn ja, gegen wen?

Ich habe anwaltliche Beratung zu all diesen Fragen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Was sagen Sie zu den Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff?

Ich habe keinen Anlass, das Verhalten von Verfahrensbeteiligten gegenwärtig zu kommentieren.

Hätten Sie gedacht, dass Ihr Buch so ein Erfolg wird?

Ich hatte schon gehofft, dass es Beachtung findet.

Haben Sie die Positionen aus Überzeugung vertreten oder um die Auflagenzahlen ihres Buches zu steigern?

Es ist beim besten Willen kein taktisches Buch.

Das Gespräch führte Sabine Beikler.

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