Tibet-Konflikt : China kritisiert EU-Außenminister scharf

Die europäischen Außenminister haben die chinesische Regierung aufgefordert, einen Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen. In Peking reagiert man darauf ausgesprochen verschnupft und richtet deutliche Worte an die EU.

Tibet
Nach den Unruhen in Tibet gibt es immer noch weltweit Proteste und Demonstrationen. -Foto: dpa

PekingDie Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Jiang Yu, brachte die "starke Unzufriedenheit" der chinesischen Regierung über die Diskussionen und Äußerungen der europäischen Außenminister bei ihrem Treffen im slowenischen Ort Brdo zum Ausdruck. Tibet sei "eine innere Angelegenheit Chinas". Kein Land und keine internationale Organisation hätten das Recht, sich einzumischen.

"Wir hoffen, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten klar zwischen Richtig und Falsch unterscheiden können, ausdrücklich die gewalttätigen Verbrechen wie Prügel, Zerstörungen, Plünderungen und Brandstiftung sowie all jene Täter verurteilen und es vermeiden, mit zweierlei Maß zu messen." Die EU solle "nicht Salz in die Wunden der unschuldigen Opfer der Unruhen in Lhasa reiben", sagte die Sprecherin. Bei ihrem Treffen in Brdo hatten die EU-Außenminister die chinesische Führung zu einem "substanziellen und konstruktiven Dialog" mit dem Dalai Lama aufgerufen. Zu einem möglichen Boykott der Olympischen Sommerspiele in Peking äußerten sie sich nicht. (smz/dpa)

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