Politik : Tiefster Stand seit 1988 - Meiste Bewerber aus Jugoslawien

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im April auf den niedrigsten Stand seit Anfang 1988 gefallen. Das Bundesinnenministerium teilte am Freitag mit, im Vormonat seien 5004 Asylanträge gestellt worden, 1200 oder 19,3 Prozent weniger als im März. Gegenüber April vergangenen Jahres sei die Zahl der Anträge um 22,9 Prozent gesunken. Die meisten Asylbewerber seien aus Jugoslawien (885), der Türkei (630), dem Irak (568), dem Iran (306) und Afghanistan (253), Russland (227), Sri Lanka (125), Syrien (122), Vietnam (110) und Aserbaidschan (110) gekommen. Die Zahl der Anträge aus Jugoslawien sei gegenüber März um 6,9 Prozent weiter gefallen, teilte das Ministerium mit. 38,9 Prozent der Antragsteller seien Roma, 33,7 Prozent Kosovo-Albaner und 2,9 Prozent Serben gewesen. Innenminister Otto Schily (SPD) wertete den Rückgang der Asylbewerberzahlen aus Jugoslawien als Zeichen einer weiteren Normalisierung der Lebensverhältnisse in der südserbischen Provinz Kosovo.

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