Todesstrafe in den USA : Arkansas richtet vierten Häftling binnen acht Tagen hin

Der US-Bundesstaat Arkansas hat einen verurteilten Mörder per Giftspritze exekutiert. Vier weitere Hinrichtungen sind erst einmal von Gerichten gestoppt worden.

Protest gegen die Todesstrafe vor dem Gefängnis in Varner, Arkansas (USA)
Protest gegen die Todesstrafe vor dem Gefängnis in Varner, Arkansas (USA)Foto: dpa/AP/The Arkansas Democrat-Gazette

Der US-Bundesstaat Arkansas hat den vierten Häftling binnen acht Tagen hinrichten lassen. Der verurteilte Mörder Kenneth Williams sei am Donnerstagabend durch die Giftspritze getötet worden, teilte die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, mit. Versuche seiner Anwälte, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu bekommen, waren zuvor gescheitert.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich binnen elf Tagen acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet. Vier der geplanten Exekutionen wurden aber von Gerichten gestoppt.

Ein erster Häftling war am Donnerstag vergangener Woche per Giftspritze getötet worden, am Montag wurden sogar zwei Häftlinge am selben Tag hingerichtet. Williams' Hinrichtung war die letzte der geplanten Exekutionen. In Arkansas hatte es zuvor seit 2005 keine Hinrichtungen gegeben. Die geplanten "Fließband"-Hinrichtungen hatten weltweit für Kritik und Proteste gesorgt. (AFP)

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