Politik : Todesursache von Arafat bleibt unklar

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Tel Aviv/New York Die Todesursache von Palästinenserpräsident Jassir Arafat bleibt israelischen und amerikanischen Presseberichten zufolge auch nach weiteren medizinischen Untersuchungen unklar. Es sei nicht gelungen, die genauen Gründe für die schwere Gehirnblutung zu finden, an der Arafat im November 2004 im Alter von 75 Jahren in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben war, berichtete die Tageszeitung „Haaretz“ am Donnerstag unter Berufung auf einen vertraulichen Ärztebericht.

Nach einer unabhängigen Expertenanalyse des Berichts der französischen Ärzte schrieb die „New York Times“, eine Vergiftung oder Aids-Erkrankung Arafats sei sehr unwahrscheinlich. Die behandelnden Ärzte des Militärkrankenhauses hätten seinerzeit Blut-, Knochenmarks-, Stuhl- und Urinproben an drei verschiedene Institute in Frankreich zur toxikologischen Untersuchung geschickt. In keiner der Proben seien Spuren von Metallen oder Drogen wie Barbituraten, Opiaten oder Amphetaminen gefunden worden. Ein Aids-Test sei nicht gemacht worden, die im Bericht beschriebenen Symptome deuteten aber nicht auf die Immunschwächekrankheit hin.

Todesursache sei laut dem Ärztebericht die Gehirnblutung auf Grund einer Blutinfektion. Die Ursache der Infektion bleibe aber unklar. dpa

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