Tödliche Schüsse : Bundeswehrsoldat muss nicht vor Gericht

Gegen den Bundeswehrsoldaten, der in Afghanistan im vergangenen Sommer drei Zivilisten getötet hatte, wird keine Anklage erhoben.

Frankfurt/OderEs bestehe kein begründeter Tatverdacht gegen den Mann, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder mit. Der Soldat hatte im August 2008 an einer Straßensperre zwei Kinder und eine Frau erschossen, die in einem verdächtigen Auto saßen.

Die Behörde ging nun anhand der Ermittlungsergebnisse davon aus, der Beschuldigte habe angenommen, er und seine Kameraden würden durch die sich nähernden Fahrzeuge angegriffen. Die Ermittlungen gegen den Mann wurden bereits eingestellt.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) äußerte sich erleichtert über diese Entscheidung. Die Soldaten leisteten im Auslandseinsatz einen wertvollen Dienst für die Sicherheit und gingen dafür ein hohes Risiko ein, sagte er. Daraus dürften ihnen aber keine rechtlichen Nachteile entstehen. Es sei gut, dass die lange Zeit der Unsicherheit für den Soldaten ein Ende habe. (rf/dpa/Reuters)

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