Politik : Tote bei schweren Kämpfen zwischen Milizen in Somalia

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Mogadischu - Nach vier Tagen erbitterter Gefechte zwischen schwer bewaffneten Milizen in Mogadischu ist die Zahl der Todesopfer nach Krankenhausangaben auf mindestens 90 gestiegen. Der UN-Gesandte für Somalia, François Lonseny Fall, appellierte am Mittwoch an beide Seiten, die Kämpfe einzustellen. „Der Einsatz von Minenwerfern, Panzerabwehrraketen und Artillerie in bewohnten Gebieten ist völlig inakzeptabel“, sagte Fall. Bei den Kämpfen stehen sich die Miliz der islamischen Gerichte und eine neu gegründete Gruppe von Milizenchefs gegenüber.

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete am Mittwoch in New York eine Resolution, in der alle UN-Staaten aufgerufen werden, sich an das Waffenembargo gegen Somalia zu halten. Einen Vorschlag, Reiseverbote gegen einzelne Warlords zu verhängen und deren Konten einzufrieren, machte sich der Sicherheitsrat nicht zu eigen. Somalia hat seit dem Sturz des Diktator Siad Barre 1991 keine funktionierende Zentralregierung mehr. dpa

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