Politik : Traumfinale gegen Brasilien

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Saitama (Tsp). Das Finale der Fußball- Weltmeisterschaft heißt Deutschland gegen Brasilien. Das Endspiel wird am Sonntag (13 Uhr MESZ) in Yokohama angepfiffen. Die Brasilianer qualifizierten sich am Mittwoch durch einen 1:0-Sieg im Halbfinale über die Türkei. Das entscheidende Tor schoss Ronaldo. Die Türkei trifft nun am Samstag (13 Uhr MESZ) im Spiel um Platz drei auf Südkorea. Die Mannschaft des WM–Gastgebers hatte am Dienstag mit 0:1 gegen Deutschland verloren.

Ronaldo erzielte das entscheidende Tor kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit. Er setzte sich damit in der WM-Torschützenliste mit sechs Treffern an die Spitze vor dem Deutschen Miroslav Klose. Brasilien steht zum dritten Mal hintereinander und zum siebten Mal insgesamt im Endspiel um den Titel. Am Sonntag treffen die Südamerikaner aber zum ersten Mal überhaupt bei einer WM auf Deutschland. Für die Türkei war das Erreichen des Halbfinales trotz der Niederlage der bisher größte Erfolg.

An die Brasilianer haben die Deutschen keine guten Erinnerungen. Gegen keinen Gegner hat die deutsche Auswahl eine schlechtere Bilanz. In 17 Spielen siegten die Deutschen nur drei Mal, zehn Mal gingen sie als Verlierer vom Platz.

Dass die Brasilianer zu schlagen sind, zeigten sie im Spiel gegen die Türken. Basis ihres Erfolges waren auch im Halbfinale die Einzelkönner. Dabei ragte Rivaldo heraus. Der Mittelfeldspieler vom FC Barcelona stellt Ronaldo trotz dessen Tores in den Schatten.

Beide Mannschaften begannen das Halbfinale zunächst vorsichtig. Nach 20 Minuten gaben die Türken dann das Startsignal zu einem guten Spiel. Alpay Özalans Kopfball nach Flanke von Fatih Akyel wehrte Brasiliens Torhüter Marcos hervorragend ab.

Danach rückte der türkische Schlussmann Rüstü Recber in den Mittelpunkt. Erst prüfte Cafu den Keeper von Fenerbahce Istanbul. Danach verzog Roberto Carlos mit seinem schwächeren rechten Fuß aus aussichtsreicher Position. Nach Rivaldos Schuss hielt Rüstü den Ball nicht fest, doch Ronaldo konnte den Abpraller nicht verwerten. Erneut war es Rivaldo, der Rüstü mit einem Schuss zu einer prächtigen Parade zwang. Zwei Minuten später verfehlte der Ball nach einem 17-Meter-Schuss von Rivaldo das Tor nur um Zentimeter. Auch Roberto Carlos scheiterte mit einem weiteren Versuch.

In der zweiten Halbzeit brachte ausgerechnet der bis dahin schwache Ronaldo die Brasilianer in Front. Nach einem Pass von Gilberto Silva setzte sich der ehemalige Weltfußballer gegen drei Abwehrspieler durch und überwand Rüstü Recber mit einem Schuss mit der Fußspitze ins lange Eck.

Die Türken bemühten sich um den Ausgleich und spielten bis zum Strafraum gefällig. Doch Torgefahr strahlten ihre Aktionen nur selten aus. Beeindruckend war die Moral der türkischen Fußballer, die bei zwei Möglichkeiten von Ilhan Mansiz und Hakan Sükür Pech hatten. Die Südamerikaner verlegten sich auf das Kontern und waren dem zweiten Tor letztlich näher. Schließlich zog Brasilien verdient ins Finale ein.

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