Treffen der UN-Troika : Neuer Anlauf zur Lösung des Kosovo-Konflikts

Die so genannte UN-Troika trifft sich in Wien erneut mit Regierungsvertretern Serbiens zu weiteren Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo. Die deutsche Delegation ist zuversichtlich und bietet sich als Vermittler an.

WienVertreter der EU, Russlands und der USA haben in Wien ihre Vermittlungsgespräche mit den Regierungsspitzen Serbiens und des Kosovos über die Zukunft der serbischen Provinz fortgesetzt. Die so genannte Troika soll UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bis zum 10. Dezember einen Plan vorlegen, der zu einer dauerhaften Beendigung des Konflikts zwischen Belgrad und der albanischen Mehrheit im Kosovo führen könnte. Die bisherigen drei Verhandlungsrunden in Brüssel und Wien hatten zu keiner Annäherung zwischen den Konfliktparteien geführt.

Der deutsche Leiter der EU-Delegation, Wolfgang Ischinger, sagte dennoch vor Beginn des Treffens in Wien, er sei "weiterhin zuversichtlich, dass wir Fortschritte machen werden". Er betrachte es als "gutes Zeichen, dass beide Seiten mit ihren höchsten Vertretern in Wien erschienen" seien.

Wenige Stunden vor Beginn der Gespräche hatten beide Seiten ihre gegensätzlichen Positionen über die seit 1999 von den UN verwaltete Provinz Kosovo wiederholt. Der albanische Oppositionspolitiker Haschim Thaci meinte, "die Unabhängigkeit (des Kosovo) ist die einzige Option". Dagegen wiederholte der serbische Kosovo-Minister Slobodan Samardzic, die von Belgrad vorgeschlagene "substanzielle Autonomie" für Pistina sei eine "gute und funktionale Lösung". (mit dpa)

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