Politik : Treibstoff aus Rapsöl brint keine entscheidende Einsparung beim Kohlendioxidausstoß

Rapsöl als Diesel-Ersatz in Fahrzeugen bringt nach Ansicht des Umweltbundesamtes keine entscheidende Einsparung beim Kohlendioxidausstoß und belastet die Volkswirtschaft. Mit den Subventionen, die zur Marktfähigkeit von Rapsölmethylester (RME) nötig wären, "könnten wesentlich effektivere Maßnahmen zur Einsparung des klimaschädlichen Kohlendioxids finanziert werden, wie zum Beispiel Gebäudesanierungen", berichtete die Behörde am Freitag in Berlin.

Das Umweltbundesamt berief sich auf zwei Gutachten, die Wissenschaftler des Heidelberger ifeu-Instituts und des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum erstellt haben. Darin seien die Argumente geprüft worden, mit denen nachwachsende Rohstoffe als Alternative zu fossilen Brennstoffen favorisiert werden. Es sei etwa von ökologischen Vorteilen die Rede, darunter Möglichkeiten der Kohlendioxid-Minderung und der Ressourcenschonung. Zwar entstehe bei der Verbrennung des "Biodiesels" nur so viel klimaschädliches Kohlendioxid, wie die Rapspflanzen beim Wachstum der Atmosphäre entziehen. Doch auch durch den Anbau von Raps und die Verarbeitung zum motorentauglichen Ester entstünden CO2-ähnliche Emissionen.

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