Treibstoffpreise : Ausschreitungen wegen Preiserhöhungen in Bolivien

Stark erhöhte Benzinpreise haben in Bolivien zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei geführt. Bei Straßenprotesten wurden am Donnerstag mehrere Polizisten verletzt.

Krawalle in Bolivien.
Krawalle in Bolivien.Foto: dpa

Bei Krawallen in El Alto nahe der Hauptstadt La Paz wurden am Donnerstag nach Behördenangaben 15 Polizisten verletzt, zwei von ihnen schwer. Tausende Demonstranten gingen auf die Straße, errichteten Barrikaden und warfen mit Steinen. Bei einem Aufmarsch vor dem Präsidentenpalast in La Paz setzte die Polizei Tränengas ein. Auch in der Stadt Cochabamba im Zentrum des Landes kam es zu Ausschreitungen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 21 Menschen festgenommen.

Der Ärger der Demonstranten richtete sich gegen den seit dem Wochenende geltenden Anstieg des Benzinpreises um 83 Prozent und des Dieselpreises um 73 Prozent. Zuvor hatte die Regierung Millionensubventionen für den Energiesektor gestrichen. Präsident Evo Morales hatte zwar auch eine 20-prozentige Anhebung des landesweiten Mindestlohns versprochen, Gewerkschaften und Bürgerbewegungen riefen aber dennoch zu Demonstrationen und Streiks auf.

Zuletzt hatte vor fünf Jahren der damalige Präsident Carlos Mesa die Benzinpreise angehoben. Dies hatte die Opposition unter ihrem damaligen Führer und heutigen Präsidenten Morales zu landesweiten Streiks genutzt, die letztlich zum Sturz Mesas führten. (AFP/dpa)

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