Politik : Trittins Kabinettsvorlage sieht Einschränkung von Nachtflügen vor

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) will den Fluglärm senken. Er will ein Gesetz ins Kabinett einbringen, das die Höchstgrenzen für Lärmbelastung rund um Flughäfen senkt. Tagsüber sollen die Anwohner dauerhaft mit unter 65 Dezibel (jetzt 75) und nachts mit höchstens 50 Dezibel belastet werden. Bislang gibt es keinen Unterschied zwischen täglichem und nächtlichem Lärm. Laut Weltgesundheitsorganisation ist Lärm eine der Ursachen für Herz- und Kreislauferkrankungen. Ein hoher Lärmpegel lässt außerdem die Konzentrationsfähigkeit sinken und führt zu Schlafstörungen, die Folgekrankheiten verursachen.

Trittin wird sich bei seinem Gesetzesvorhaben auf eine Entschließung des Bundestages vor der Bundestagswahl von 1998 stützen. Damals hatte das noch konservativ dominierte Parlament die CDU/FDP-Regierung aufgefordert, das Fluglärmgesetz neu zu fassen. Durch die geplante Absenkung der Lärmwerte werden die Lärmschutzzonen um die Flughäfen herum ausgeweitet. Nachtflüge werden deutlich eingeschränkt werden, und lediglich in der Nähe von Militärflughäfen will Trittin drei Dezibel mehr zulassen.

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