Türkei : Blutige Auseinandersetzungen zwischen PKK und Militär

Bei Kämpfen in der Osttürkei sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwölf Rebellen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und ein türkischer Soldat getötet worden.

Diyarbakir - Ein weiterer Soldat sei bei den Zusammenstößen in der Provinz Tünceli verletzt worden, hieß es. Seit Anfang April wurden damit mindestens 46 PKK-Kämpfer und elf Soldaten getötet. Der türkische Generalstabschef Yasar Büyükanit hatte vergangene Woche eine großangelegte Frühjahrsoffensive gegen die PKK-Kämpfer angekündigt, weil mit der Schneeschmelze in den Bergen alljährlich die Zahl der PKK-Angriffe steigt.

In der Stadt Konya stellte sich unterdessen ein mutmaßlicher Bombenattentäter der PKK nach einer Agenturmeldung selbst der Polizei. Der Mann habe einen Sprengstoffanschlag auf eine Polizeistation geplant, sich aber aus Furcht vor einer Festnahme gestellt, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Polizei habe in seiner Tasche eine Zeitbombe entdeckt und entschärft. Bei den anschließenden Ermittlungen seien fünf weitere Menschen festgenommen und Material für den Bombenbau sichergestellt worden.

Nach türkischen Angaben halten sich tausende PKK-Kämpfer in den Bergen des Nordirak versteckt und horten dort Waffen und Sprengstoff für ihre Angriffe auf Ziele in der Türkei. Vergangene Woche hatte Büyükanit sich für eine türkische Offensive im Nordirak ausgesprochen, um die Rebellen zu bekämpfen. (tso/AFP)

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