Türkei für Intervention in Syrien : "Wir werden nicht Zuschauer bleiben"

Ankara ist zunehmend beunruhigt über den anhaltenden Flüchtlingsstrom aus Syrien. So deutlich wie nie zuvor hat die türkische Regierung jetzt die Kriterien für einen Einmarsch in Syrien genannt.

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Im Falle eines Ansturms von „hunderttausenden Flüchtlingen“ aus dem Nachbarland oder einem Einsatz von Chemiewaffen gegen die Flüchtlinge werde die Türkei „nicht Zuschauer bleiben“, sagte Außenminister Davutoglu jetzt. Eine Intervention würde demnach dem Ziel dienen, eine Schutzzone für die Flüchtlinge in Syrien zu schaffen. Die Vorbereitungen der Türken für diesen Ernstfall laufen weiter – die Armee verlegte zusätzliche Panzereinheiten an die Grenze.

Tage der Entscheidung in Syrien
Der Algerier Lakhdar Brahimi steht vor einer Aufgabe, an der zuvor schon Kofi Annan gescheitert war: Er soll im Auftrag der UNO zwischen den syrischen Aufständischen und dem Assad-Regime vermitteln.Weitere Bilder anzeigen
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17.08.2012 18:21Der Algerier Lakhdar Brahimi steht vor einer Aufgabe, an der zuvor schon Kofi Annan gescheitert war: Er soll im Auftrag der UNO...

Im Hintergrund steht auch die Sorge der Türkei, dass die kurdische PKK das wachsende Chaos in Syrien für ihre eigenen Zwecke ausnutzen könnte: Die Türkei werde in Syrien keine „Terror-Einrichtungen“ in rechtlosen Räumen entlang der Grenze dulden, weder von der PKK, noch von Al Kaida, sagte Davutoglu.

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