Türkei kämpft gegen die PKK : Armee rückt gegen Hauptquartier vor

Türkische Truppen sind bei ihrer Offensive weiter auf das mutmaßliche Hauptquartier der Kurdischen Arbeiterpartei PKK in den Kandil-Bergen vorgerückt. Die türkische Luftwaffe habe den Vormarsch der Bodentruppen am Montag mit neuen Angriffen unterstützt, berichten türkische Medien. Nach Angaben der irakischen Kurden gab es wieder schwere Kämpfe in der Nähe des Zab-Flusses. Beide Seiten machten keine Angaben dazu, wie weit die türkischen Truppen schon auf irakisches Gebiet vorgedrungen ist.

"Wir wiederholen, dass sich die Bodenoffensive nur gegen die PKK richtet und unsere Truppen in die Türkei zurückkehren, sobald der Einsatz sein Ziel erreicht hat", sagte der türkische Regierungssprecher Cemil Cicek. Der türkische Generalstab hatte die irakischen Kurden am Sonntag gewarnt, die als Terrororganisation eingestufte PKK nicht zu unterstützen und PKK-Kämpfern keinen Unterschlupf zu gewähren.

Am Sonntag kehrten erste Soldaten nach einem Einsatz im Irak in einem Konvoi aus etwa 100 Fahrzeugen in die Türkei zurück. Die türkischen Streitkräfte sollen bei Gefechten im Nordirak am Montag mehr als kurdische 40 Rebellen getötet haben. Die Streitkräfte erklärten auf ihrer Website, zwei weitere Soldaten seien am Sonntagabend ums Leben gekommen. Damit wurden seit dem Einmarsch der Türkei im Nordirak am Donnerstag 17 Soldaten und 153 Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) getötet.

Die kurdische Nachrichtenagentur Peyamner, die ihren Sitz in der nordirakischen Stadt Erbil hat, meldete, die PKK hat in dem Gebiet am Zab-Fluss 24 türkische Soldaten getötet. Den türkischen Truppen sei es nicht gelungen, alle Leichen zu bergen, da sie von den PKK-Kämpfern mehrfach zurückgedrängt worden sei. Aus einem anderen grenznahen Gebiet meldete Peyamner eine Luftlandeoperation der türkischen Armee. Diese habe 300 Fallschirmspringer abgesetzt, die sich nun heftige Gefechte mit den PKK-Milizionären lieferten.

Der radikale irakische Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr tritt für einen Abzug der türkischen Truppen aus dem Irak ein. "Wir fordern von unserem Nachbarland Türkei, von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und von dem türkischen muslimischen Volk, dass sie sich für Frieden und Stabilität in der Region einsetzen", hieß es in einer Erklärung Al-Sadrs. (ae/dpa)

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