Politik : Türkei kündigt Einsätze gegen PKK im Irak an

Ankara/New York - Die türkische Armee will nach dem Angriff eines Außenpostens durch PKK-Rebellen fünf besonders gefährdete Militärposten räumen. Die kurdische Autonomieverwaltung im Nordirak helfe nicht im Kampf gegen die PKK, erklärte der Generalstab am Sonntag in Ankara weiter. Bei dem Angriff waren 15 türkische Soldaten getötet worden. Zwei wurden zunächst noch vermisst. Auch sie seien möglicherweise getötet worden, gab der Generalstab bekannt. Mehr als 300 PKK-Kämpfer aus dem Nordirak waren am Freitag in die Türkei eingedrungen und hatten den Grenzposten Aktütün in der südöstlichen Provinz Hakkari attackiert. Nach Armeeangaben starben dabei auch 23 Angreifer. Die türkische Führung kündigte verschärfte Einsätze gegen die PKK an. „Wie hoch der Preis auch sein mag, der Kampf geht mit voller Kraft weiter“, sagte der türkische Staatspräsident Abdullah Gül. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Tat und appellierte am Sonntag in New York an die türkische und die irakische Regierung, im Kampf gegen den Terrorismus weiter eng zusammenzuarbeiten und Frieden und Stabilität an der gemeinsamen Grenze sicherzustellen. Die kurdische Autonomieregierung im Nordirak verurteilte den PKK- Angriff auf die türkischen Soldaten ebenfalls und sprach den Familien der Getöteten ihr Beileid aus. „Derartige Operationen behindern die Bemühungen aller Seiten, in der Region für Stabilität zu sorgen“, hieß es in einer Erklärung der Regierung, die am Samstagabend in Erbil veröffentlicht wurde. dpa

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