Türkei : Neun Soldaten bei Anschlag getötet

Bei einem Bombenanschlag in der Provinz Erzincan - im Osten der Türkei - sind neun Soldaten ums Leben kommen. Ein Sprengsatz detonierte am Straßenrand, als das Armeefahrzeug vorüberfuhr.

IstanbulBei einem Bombenanschlag im Osten der Türkei sind am Montag neun Soldaten getötet worden. Zwei Militärangehörige seien zudem verletzt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Behörden machten die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK für die Tat verantwortlich. Das Militärfahrzeug mit den Soldaten war nahe dem Dorf Olukpinar in der Provinz Erzincan von einer ferngezündeten Bombe getroffen worden.

In der südtürkischen Provinz Hatay nahe der Grenze zu Syrien hatten Polizisten am Vortag einen PKK-Anhänger erschossen, der in ein Gebäude einer Spezialeinheit der Polizei eindringen wollte.

Immer wieder Schauplatz von Kämpfen

Die PKK, die seit den 80er Jahren für eine Autonomie der kurdischen Gebiete im Südosten der Türkei kämpft, macht immer wieder mit Übergriffen und Anschlägen auf sich aufmerksam gemacht. Im Juli hatten ihre Anhänger drei Deutsche auf dem Berg Ararat im Osten der Türkei verschleppt. Die türkische Regierung macht die PKK auch für einen Bombenanschlag in Istanbul verantwortlich, bei dem vor rund zwei Wochen 17 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt wurden. Es war der schwerste Anschlag in Istanbul seit fünf Jahren.

Die PKK wird von den USA und der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. Dem Kurden-Konflikt in der Türkei sind mittlerweile weit mehr als 35.000 Menschen zum Opfer gefallen. (sgo/dpa)

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