Türkei : Recep Tayyip Erdogan wettert gegen die "New York Times"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die "New York Times" angegriffen. Die Zeitung habe "die Grenzen der Freiheit überschritten". Die Zeitung hatte zuvor das harte Vorgehen der Türkei gegen unliebsame Medien kritisiert.

Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die "New York Times" angegriffen, weil sie die Übergriffe auf Medien in der Türkei kritisiert hatte.
Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die "New York Times" angegriffen, weil sie die Übergriffe auf Medien in der Türkei...Foto: dpa

Nach einem kritischen Kommentar über die Lage der Medien in seinem Land hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan die US-Zeitung "New York Times" scharf angegriffen. "Als Zeitung sollten Sie Ihren Platz kennen", sagte Erdogan am Montag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede in Istanbul an die Adresse des Blatts. Der Leitartikel sei "unhöflich" gewesen und habe der US-Regierung "buchstäblich Anweisungen erteilt".
Den Kommentar unter der Überschrift "Dunkle Wolken über der Türkei" hatte die "New York Times" am Freitag veröffentlicht. Darin wurde Erdogan und seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP unter anderem ein hartes Vorgehen gegen kritische Medien vor der Parlamentswahl am 7. Juni vorgeworfen. "Die USA und die anderen Nato-Partner der Türkei sollten Erdogan drängen, seinen destruktiven Weg zu verlassen", hieß es.
Erdogan warf der Zeitung nun vor, sich in "innere Angelegenheiten der Türkei" einzumischen. Mit dem Leitartikel habe das Blatt "die Grenzen der Freiheit überschritten". In der Türkei waren in der jüngeren Vergangenheit mehrere Journalisten wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung ins Visier der Justiz geraten. Die seit dem Jahr 2002 regierende AKP kämpft vor der Parlamentswahl um ihren Machterhalt. (AFP)

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