Eilmeldung

Türkei : Schusswechsel zwischen PKK-Rebellen und türkischen Soldaten

Erstmals seit Beginn des Rückzuges der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aus der Türkei haben sich PKK-Rebellen und türkische Soldaten am Montag einen Schusswechsel geliefert.

Zum ersten Mal seit dem Beginn des Rückzugs der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aus der Türkei haben sich die Rebellen und die türkische Armee ein Feuergefecht geliefert. Ein Soldat sei durch Schüsse der Rebellen an der Grenze zum Irak verletzt worden, erklärte der türkische Generalstab am Montag. Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hatte die PKK im März zu einer Waffenruhe aufgerufen. Die Online-Ausgabe der Zeitung „Hürriyet“ meldete, zuletzt habe es im Januar bei Gefechten mit der PKK Verletzte und Tote in den Reihen der Armee gegeben.

Die im Mai begonnene Verlegung der insgesamt etwa 2000 PKK-Kämpfer aus der Türkei in Lager der Rebellen im benachbarten Nordirak gilt als entscheidende Wegmarke bei den Bemühungen um ein Ende des Kurdenkonflikts, dem seit 1984 mehr als 40.000 Menschen zum Opfer fielen. Die türkische Regierung hat den abziehenden PKK-Kämpfern freies Geleit zugesichert. Die Rebellen sollen sich in PKK-Stützpunkten im Nordirak sammeln.

Der PKK-Abzug ist Resultat der Friedensverhandlungen, bei denen Öcalan und der türkische Geheimdienst MIT seit Dezember über Wege zur Beendigung des Kurdenkonflikts sprechen. Unklar ist bisher, welche politischen Zugeständnisse den Kurden im Gegenzug gemacht werden sollen. Die PKK und die Kurdenpartei BDP fordern die Verankerung politischer und kultureller Rechte der etwa 13 Millionen türkischen Kurden in einer neuen Verfassung für das Land. (AFP)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben