Politik : Türkei und Griechenland: Athen und Ankara wollen Minenfelder an der Grenze räumen

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Die Türkei und Griechenland wollen ihre vor zwei Jahren begonnene Annäherung mit neuen vertrauensbildenden Maßnahmen beschleunigen. Die Außenminister Georgios Papandreou und Ismail Cem vereinbarten am Freitag in Ankara unter anderem, dass beide Staaten dem Ottawa-Abkommen über das Verbot von Landminen beitreten werden. Cem sagte bei einer Pressekonferenz mit Papandreou, man sei übereingekommen, die Minenfelder an der gemeinsamen Grenze baldmöglichst zu räumen. Zudem wollten Griechenland und die Türkei mit der Ratifizierung des Ottawa-Vertrages ihren Verzicht auf diese Waffen unterstreichen. Griechenland hat den Vertrag nur unterzeichnet, aber nicht ratifiziert; die Türkei hatte das Ottawa-Abkommen bisher stets abgelehnt.

Die Außenminister zeigten sich zufrieden mit den Fortschritten, die bisher bei der Annäherung zwischen den beiden lange verfeindeten Nachbarstaaten und Nato-Partnern erzielt worden sind. Der Zypernkonflikt spielte bei dem Treffen allerdings keine Rolle. Zu den neu vereinbarten türkisch-griechischen Projekten gehört auch der Bau einer Autobahn, die die türkische Metropole Istanbul mit Griechenland verbinden soll. Auch die Idee einer gemeinsamen Bewerbung für die Fußball-Europameisterschaft 2008 soll weiterverfolgt werden.

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