Politik : Türkei und Südkorea stürmen weiter

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Die türkische Mannschaft siegte im Duell der Außenseiter durch ein entscheidendes Golden Goal. In der 94. Spielminute traf Ilhan Mansiz das Tor zum Halbfinale. Für WM-Debütant Senegal war bereits der Einzug ins Viertelfinale ein großer Erfolg.

Vor 44 233 Zuschauern in Osaka entwickelte sich eine spannende Partie. Dabei stand vor allem der Türke Hakan Sükür im Mittelpunkt. Er traf zunächst freistehend vor dem Tor nicht den Ball. Kurz darauf vertändelte er in guter Position. Die besten türkischen Chancen hatte jedoch der Leverkusener Yildiray Bastürk, dessen Kopfball aus sieben Metern noch von Verteidiger Omar Daf auf der Torlinie geklärt werden konnte. In der zweiten Halbzeit verzog der Mittelfeldspieler erneut freistehend. Auf der anderen Seite versagte der kolumbianische Schiedsrichter Oscar Ruiz dem Senegalesen Khalilou Fadiga ein Tor wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung.

Im anderen Spiel wurde der koreanische Torhüter Lee Woon-jae zum Helden, als er im Elfmeterschießen den Schuss des Spaniers Joaquín Sanchez abwehrte. Danach verwandelte Südkoreas Kapitän Hong Myong-bo den entscheidenden Elfmeter.

Vor 42 114 Zuschauern in Gwangju hatten beide Teams in 120 Minuten keinen Treffer zu Stande gebracht. Eine Fehlentscheidung des ägyptischen Schiedsrichters El Ghandour verhinderte in der 92. Minute allerdings, dass der Spanier Fernando Morientes mit einem Golden Goal das Spiel entschied. Der Referee erkannte den Kopfball-Treffer nicht an, weil sein Assistent an der Seitenlinie den Ball bei der Flanke von Joaquín Sanchez fälschlicherweise im Toraus gesehen hatte. Wenig später scheiterte Morientes auch noch am Pfosten. Seit 52 Jahren wartet Spanien nun auf den Einzug in ein WM-Halbfinale. Trainer José Antonio machte den Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich.

Südkoreas historischer Einzug wurde im Land frenetisch gefeiert. Allein in der Hauptstadt Seoul tanzten 2,5 Millionen Menschen auf den Straßen, in anderen Metropolen war es ähnlich. Der koreanische Nationaltrainer Guus Hiddink meinte sichtlich bewegt: „Ich bin stolz. Wir wollen jetzt ins Endspiel.“ Der deutsche Teamchef Rudi Völler reagierte mit viel Respekt auf den nächsten Gegner: „Portugal, Italien und Spanien sind von Südkorea ausgeschaltet worden – mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.“

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