TV-Interview : Jack Lang nennt Bush einen "Idioten"

Der französische Präsidentschaftsanwärter Jack Lang hat mit Blick auf den Nahost-Konflikt und den Irak-Krieg scharfe Kritik an US-Präsident George W. Bush geäußert.

Paris - «Er ist ein Kriegstreiber, er begünstigt mehr als je zuvor das Erstarken von Extremismus und Terrorismus», sagte der frühere sozialistische Kulturminister am Mittwoch dem französischen Sender France 2. Bush sei «ein Fanatiker und ein Verrückter, ein Fanatiker und ein Idiot». Lang fügte hinzu: «Dieser Typ führt seit vier Jahren die Welt und vor allem diese Region der Welt ins Chaos, ins Fiasko.»

Lang äußerte sich auch zu Kubas schwer erkranktem Staatschef Fidel Castro, den er mehrfach getroffen hatte. Castro sei «ein Paradox». Einerseits sei er «ein Unterdrücker», andererseits auch «ein Befreier». Wenn Castro in Lateinamerika auftrete, herrsche um ihn herum eine Art Wahn. Der Kubaner verkörpere «ungeachtet der Verbrechen, die er ansonsten begangen hat, den Geist des Widerstandes gegen den amerikanischen Imperialismus». So sei Castro «in die Geschichte eingegangen». Der 66-jährige Lang war unter dem früheren sozialistischen Präsidenten François Mitterrand von 1981 bis 1993 Kulturminister; 2000 bis 2002 hatte er der bisher letzten französischen Linksregierung als Bildungsminister angehört. (tso/AFP)

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