Politik : U-Boot-Unglück: USA und Japan klären Ursache gemeinsam

Die USA und Japan haben die Entsendung von unbemannten Tauchfahrzeugen zu dem bei einer Kollision mit einem US-U-Boot gesunkenen japanischen Fischereischiff angekündigt. Die US-Marine teilte am Montag mit, die "Scorpio II" und eine weitere Tauchdrohne würden zu der Unglücksstelle bei Hawaii geschickt. Sie sollten in 548 Meter Tiefe Aufnahmen von dem Wrack der "Ehime Maru" machen. Japans Wissenschaftsminister Nobutaka Machimura sagte, die Entsendung der Drohne "Kaiyo" sowie von Minensuchbooten werde vorbereitet. Die Suche nach den vermissten Japanern war am Montag ohne Erfolg fortgesetzt worden. Am Samstag hatte das atomgetriebene amerikanische U-Boot "Greeneville" bei einem Auftauch-Manöver aus unklaren Gründen die "Ehime Maru" gerammt. Von den 35 Menschen an Bord des Schiffes wurden 26 gerettet.

Bei der Suche nach der Ursache der Kollision gerät indes die U-Boot-Crew zunehmend in Bedrängnis. Pensionierte US-Marine-Offiziere sagten laut "New York Times" vom Dienstag, der Fehler liege klar bei der Besatzung, die möglicherweise gegen Vorschriften verstoßen habe. Eventuell habe die Besatzung zwischen dem Absuchen der Umgebung und dem Auftauchen zu viel Zeit verstreichen lassen.

Unterdessen hat sich in der Region ein zweites Unglück ereignet. Zwei amerikanische Militär-Hubschrauber sind auf Hawaii bei einem Nachtmanöver abgestürzt. Sechs Soldaten starben nach Angaben der Armee bei dem Unglück, elf wurden verletzt. Möglicherweise sind die beiden Helikopter in der Luft kollidiert. Sie prallten etwa 180 Meter voneinander entfernt auf die Erde. Die genaue Ursache wurde am Dienstag untersucht. Die verunglückten Hubschrauber gehörten zu einer Staffel von sechs Maschinen. Zur Zeit des Absturzes ging ein Wolkenbruch am Unglücksort nieder.

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