Politik : Über alle Grenzen

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Neben der Staatsanwaltschaft München versucht die Justiz auch in mehreren anderen Ländern, Licht in die Aktivitäten des US-Geheimdienstes CIA im Antiterrorkampf zu bringen. Dabei geht es auch um die Frage, ob die nationalen Behörden von den illegalen Gefangenentransporten wussten oder diese gar unterstützten. Am weitesten fortgeschritten sind die Ermittlungen der Justiz in Italien zur Verschleppung eines ägyptischen Imams durch die CIA. In diesem Fall stehen 26 CIA-Agenten unter Anklage sowie der mittlerweile entlassene Chef des italienischen Militärgeheimdienstes Sismi, Nicolò Pollari, und dessen früherer Stellvertreter Marco Mancini. Auch die spanische Justiz sitzt der CIA wegen der Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled al Masri im Nacken: Die CIA-Boeing 737, mit der al Masri gekidnappt wurde, war nach den bisherigen Ermittlungen vom spanischen Urlaubs-Airport Palma de Mallorca mit einem 13-köpfigen CIA-Team nach Mazedonien geflogen. In Frankreich stellte die Justiz im vergangenen September nach gut einem halben Jahr ihre Ermittlungen über etwaige Gefangenenflüge der CIA wieder ein. AFP/ze

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