• Überfall auf "Ärzte ohne Grenzen": Zwölf Tote in Somalia bei Angriff auf Hilfsorganisation

Politik : Überfall auf "Ärzte ohne Grenzen": Zwölf Tote in Somalia bei Angriff auf Hilfsorganisation

Bei einem Überfall somalischer Rebellen auf die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) sind am Dienstag mindestens zwölf Menschen getötet und sechs westliche UN-Mitarbeiter entführt worden. 20 Menschen seien bei den Gefechten in der Hauptstadt Mogadischu verletzt worden, sagten Mediziner und Soldaten der Nachrichtenagentur AFP. Die MSF erhielten ein Schreiben, in dem ein Absender "Shift" erklärt, es gehe den Entführten gut. Sie würden freigelassen, sobald es die Situation erlaube.

Nach der Entführung lieferten sich Sicherheitskräfte der Übergangsregierung ein Gefecht mit den Milizen, bei dem mindestens zwölf Somalier, zumeist Zivilisten, erschossen wurden. Die Milizen des Kriegsherrn Musa Sudi Jalahow hatten am Morgen das Büro der Organisation überfallen.

Fünf Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation WHO und von MSF konnten sich nach Angaben der Hilfsorganisation in dem Gebäude verschanzen. Ihre Situation sei ebenfalls schwierig, berichtete ein AFP-Korrespondent, da das Haus von Anhängern des Rebellenführers umstellt sei. Eine MSF-Sprecherin sagte jedoch, die Mitarbeiter hätten telefonisch Entwarnung gegeben.

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