Überfall : Polizei fahndet nach schwedischen Neonazis

Nach dem brutalen Neonazi-Überfall in Thüringen auf Teilnehmer einer Dresdner Demonstration gegen Rechtsextremismus wird jetzt nach drei Schweden per Haftbefehl gefahndet. Ein Opfer liegt mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus.

JenaDie drei Schweden saßen nach Angaben der thüringischen Polizei vom Montag in dem Bus, den Beamte bei der Suche nach den Tätern stoppten. Zu dieser Zeit sei nicht klar gewesen, wie schwer eines der Opfer verletzt war - deswegen wurde zunächst keiner der Bus-Insassen festgenommen.

Ein 42-Jähriger aus Hessen liegt mit schweren Kopfverletzungen in der Uni-Klinik in Jena. Angehörige einer 41-köpfigen Neonazi-Gruppe hatten am Samstagabend laut Polizei auf einem Autobahn-Rastplatz fünf Menschen verletzt. Ob sich die drei Schweden an den Ausschreitungen beteiligt haben, ist noch nicht geklärt. Sie sollen aufgegriffen werden, bevor sie Deutschland verlassen können.

Flaschenwürfe und Tritte

Auch die Polizei in Chemnitz (Sachsen) ermittelt nach einer Attacke mutmaßlicher Neonazis am Samstag auf eine Gruppe aus Weimar an einer Raststätte. Vier Menschen seien leicht verletzt worden. Laut Weimarer Stadtverwaltung berichteten die Opfer von Flaschenwürfen und Tritten ins Gesicht. Die Polizei stoppte kurz danach einen Bus mit zwölf Insassen und nahm die Verdächtigen in Gewahrsam.

In Dresden hatten am Samstag 10.000 Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Gleichzeitig waren 6000 Neonazis aufmarschiert. (imo/dpa)

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