Politik : Überlebende von Auschwitz mussten in der Kälte warten

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Warschau Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz haben die Organisation der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Befreiung kritisiert. Bei Temperaturen weit unter null mussten die über 1000 hochbetagten Ex-Häftlinge am Donnerstag noch zwei Stunden nach Ende der Gedenkfeier in der Kälte ausharren. Vorrang bei der Abfahrt hatten die Staats- und Regierungschefs. Eine „schwere Probe“ seien die Feierlichkeiten für die früheren Häftlinge gewesen, sagte ein polnischer Überlebender dem Tagesspiegel. Während die angereisten Politiker sich erst unmittelbar vor Beginn der Feier auf ihren Ehrenplätzen einfanden, mussten die Veteranen schon eineinhalb Stunden vorher die Sicherheitskontrollen passieren. „Wenig durchdacht“ sei die Organisation der Veranstaltung gewesen, kritisierte der Überlebende: „Die meisten von uns sind für solche Strapazen einfach zu schwach. Die Feier war ein Treffen für die Politiker, aber sicher nicht für uns." tro

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