Ukraine : Timoschenko scheitert im ersten Wahlgang – eine Stimme fehlt

Das Parlament in der Ukraine hat Julia Timoschenko bei der Wahl zur Ministerpräsidentin in einer ersten Abstimmung abgelehnt. Das Ergebnis war denkbar knapp.

KiewDie von Präsident Viktor Juschtschenko vorgeschlagene Kandidatin verfehlte die nötige Mehrheit um eine Stimme. 225 Abgeordnete der pro-westlichen Koalition stimmten für Timoschenko, die erforderliche Mehrheit lag bei 226 Stimmen. Die Koalitionsparteien verfügen zusammen über 227 Abgeordnete. Demnach verweigerten zwei Abgeordnete aus dem eigenen Lager Timoschenko die Gefolgschaft.

Parlamentspräsident Arseni Jazenjuk unterbrach die Sitzung für eine halbe Stunde. Jazenjuk musste entscheiden, ob es einen zweiten Wahlgang geben sollte. Juschtschenko hatte Timoschenko in der vergangenen Woche als neue Regierungschefin vorgeschlagen. Die beiden Politiker hatten bei der Orangenen Revolution Ende 2004 eng zusammengewirkt. Bei der Parlamentswahl vor zwei Monaten erhielten ihre beiden Parteien zusammen eine knappe Mehrheit. (küs/AFP)

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