Umfrage : Die Sympathie für Merkel sinkt

Die schwarz-gelbe Koalition rutscht in der Wählergunst immer tiefer: Im ARD-Deutschlandtrend kommen Union und FDP auf ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2006.

HamburgIn der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der ARD verlieren CDU und CSU im Vergleich zum Vormonat einen Punkt und kommen auf 35 Prozent. Die FDP, die mit mehr als 14 Prozent bei der Bundestagswahl noch ein Rekordergebnis erreicht hatte, liegt nur noch bei acht Prozent – zwei Prozentpunkte weniger als vor Monatsfrist. Damit hätten die Wunschpartner ihre Regierungsmehrheit deutlich verloren, wenn am Sonntag gewählt würde. Die SPD kann dagegen um drei Punkte auf 28 Prozent zulegen. Die Grünen liegen unverändert bei 14 Prozent, die Linkspartei gibt einen Prozentpunkt ab und kommt damit auf zehn Prozent.

Gar nicht zufrieden mit der Regierungsarbeit waren 28 Prozent der Befragten, ein Zuwachs von vier Punkten. Weniger zufrieden waren unverändert 48 Prozent. Nur 23 Prozent äußerten sich zufrieden, die Option "sehr zufrieden" wählte keiner.

Die Unzufriedenheit mit den Koalitionsparteien spiegelt sich auch in den Zustimmungswerten für die Chefs von CDU und FDP, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle. Merkel verliert sieben Punkte und landet mit 55 Prozent Zufriedenheit auf Platz zwei der beliebtesten Parteipolitiker hinter Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Westerwelle verliert zwar nur zwei Punkte, rangiert aber mit 23 Punkten abgeschlagen auf Platz 13 der Liste. Der mit den Folgen des Bombardements von Kundus ringende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, vor Monatsfrist noch auf Platz eins, bricht 14 Punkte ein und landet auf Platz drei.

Die von Schwarz-Gelb angestoßene Debatte um eine Aufweichung der Restlaufzeit der Atomkraftwerke scheint bei einer Mehrheit der Wähler nicht anzukommen. 65 Prozent halten den Ausstieg aus der Atomkraft für richtig, ein Plus von drei Punkten. Für falsch halten ihn 33 Prozent, ein Punkt weniger als vor Monatsfrist.

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters

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