Umfrage : Franzosen ist Sarkozys Scheidung egal

Einer Umfrage zufolge erwartet ein Großteil der Franzosen keinen Einfluss auf die Tagespolitik durch die Scheidung von Präsident Sarkozy. Die Rolle der früheren Präsidentengattin sehen die Franzosen zwiespältig.

Sarko
Künftig getrennt: Nicolas und Cécilia Sarkozy. -Foto: dpa

ParisFür die große Mehrheit der Franzosen ändert sich durch die Scheidung von Staatschef Nicolas Sarkozy einer Umfrage zufolge nichts. Die am Donnerstag bekannt gegebene Scheidung des Präsidentenpaares sei "kaum oder überhaupt nicht wichtig" für das politische Tagesgeschäft, gaben 79 Prozent der Befragten in einer Umfrage für die Tageszeitung "Le Parisien" an. Für 92 Prozent der Bevölkerung ändert sich demnach auch das Bild des Präsidenten nicht. Genau die Hälfte der Befragten gab an, dass Cécilia Sarkozy weder eine gute noch eine schlechte Rolle neben ihrem Mann gespielt habe.

Der frühere konservative Regierungschef Jean-Pierre Raffarin wies derweil die Unterstellung der Opposition zurück, der Präsident habe die Scheidung bewusst bekannt geben lassen, um vom massiven Streik bei Verkehrsbetrieben und Energieversorgern abzulenken. Die Äußerungen von Oppositionsführer François Hollande seien "völlig fehl am Platz", sagte Raffarin im Nachrichtensender i-Télé. Hollande hätte besser schweigen sollen. Sarkozy und seine Frau hatten am Donnerstag nach elf Jahren Ehe ihre Scheidung mitgeteilt. Die Scheidung sollen sie bereits am Montag vor einem Richter vollzogen haben. (mit AFP)

» Mehr Politik? Tagesspiegel lesen + 50 % sparen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben