Politik : Umfrage: Im Südwesten wird es knapp

Berlin - In Baden-Württemberg zeichnet sich für die Landtagswahl am 27. März ein spannendes Rennen ab. Nach dem Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel liegen Schwarz-Gelb und Grün-Rot nahezu gleichauf – wobei sich CDU und FDP knapp zwei Monate vor der Wahl einen leichten Vorsprung erarbeitet haben. Die CDU könnte derzeit mit 41 Prozent rechnen, die FDP käme auf sechs Prozent. Die Grünen würden bei 25 Prozent landen, die SPD bekäme 19 Prozent. Damit steht es zwischen den beiden wahrscheinlichen Koalitionslagern 46 zu 44. Freilich favorisieren 25 Prozent der Bürger Rot-Grün, während nur 19 Prozent einer Fortsetzung der CDU/FDP-Regierung etwas abgewinnen können. 15 Prozent nennen Schwarz- Rot, elf Prozent Schwarz-Grün als Lieblingskonstellation.

Sowohl die Regierung von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) als auch die Opposition bekommen keine besonders guten Noten von den Befragten. Mappus selbst erreicht nicht die Reputation seiner christdemokratischen Amtsvorgänger, schneidet aber etwas besser ab als noch vor Monaten, wohl auch, weil das Aufregerthema Stuttgart 21 die Leute nicht mehr so stark bewegt. Zudem könnte Mappus davon profitieren, dass die beiden Oppositionsspitzenkandidaten Winfried Kretschmann (Grüne) und Nils Schmid (SPD) erstens kein besseres Image haben als der Regierungschef und zweitens etwa der Hälfte der Wähler nicht bekannt sind.

Gelassener als Mappus kann Kurt Beck auf den Wahltermin am 27. März schauen, wenn auch Rheinland-Pfalz wählt. Zwar wird es mit den derzeit gemessenen 37 Prozent nicht mehr zur Alleinregierung reichen, doch wohl problemlos zu einer Koalition mit den Grünen, die aktuell auf 13 Prozent kommen. Die CDU liegt bei 35 Prozent, die FDP muss mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. In beiden Südwest-Ländern landet die Linke derzeit nur bei vier Prozent. afk

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