Umfrage : Mehrheit der Bürger für "Hartz IV"-Anpassung an Inflationsrate

Die Mehrheit der Bundesbürger erachtet eine Kopplung des Hartz-IV-Regelsatzes an die Inflation für sinnvoll. Die Arbeitsmarktreformen werden von einer Mehrheit negativ bewertet.

Mainz In der Debatte um eine Anhebung des Arbeitslosengeldes II plädiert eine Mehrheit von 75 Prozent der Deutschen für eine Anpassung der "Hartz IV"-Regelsätze entsprechend der Lebenshaltungskosten. Nur 18 Prozent sprachen sich im neuen ZDF-Politbarometer dafür aus, dass die Regelsätze wie bisher der Rentenentwicklung folgen. Die stark gestiegenen Preise für Milchprodukte hatten in der Politik eine Debatte über eine Anhebung des Arbeitslosengeldes II ausgelöst.

Die vor fünf Jahren vorgestellten "Hartz"-Reformen werden von 58 Prozent der Befragten alles in allem als negativ bewertet. 31 Prozent sehen die Reformen positiv. Die SPD ist in dieser Frage gespalten. 43 Prozent finden die "Hartz"-Maßnahmen gut, 49 Prozent sehen diese kritisch. Auf mehrheitliche Ablehnung stoßen die Reformen bei Anhängern von Union und FDP (je 58 Prozent), Linken (73 Prozent) und Grünen (53 Prozent).

Für das ZDF-Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen 1267 Bürger im Zeitraum vom 14. bis 16. August. (mit ddp)

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