Umfrage : Schlechte Karten für Beck

Erstmals seit vier Wochen hat die SPD ihr Jahrestief in der Wählergunst wieder verlassen. In der Kanzlerfrage würden sich jedoch nur 17 Prozent der Befragten für SPD-Chef Kurt Beck entscheiden.

Kurt Beck
SPD-Chef Kurt Beck. -Foto: ddp

BerlinErstmals seit vier Wochen hat die SPD ihr Jahrestief in der Wählergunst nach einer Forsa-Umfrage wieder verlassen. In der am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen Umfrage des Magazins "Stern" und des TV-Senders RTL gewannen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und kommen nun auf 25 Prozent. Die SPD liegt aber immer noch weit hinter der Union, die mit 38 Prozent unverändert stärkste Partei ist. Die FDP verlor einen Punkt und landet bei neun Prozent. Wie in der Vorwoche erreicht die Linke 13 Prozent, die Grünen stehen bei zehn Prozent. Für "sonstige Parteien" würden fünf Prozent stimmen.

Merkel beliebt wie nie

Bei der Frage, wen die Deutschen direkt zum Kanzler wählen würden, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, entschieden sich 57 Prozent der Befragten für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - so viele wie nie zuvor seit ihrer Wahl zur Regierungschefin im November 2005. Merkel liegt damit 40 Punkte vor SPD-Chef Kurt Beck, der nur auf 17 Prozent kam. 26 Prozent der Befragten wünschen sich keinen von beiden.

Trotz der guten Umfragewerte für Kanzlerin und Union glauben einer "Stern"-Umfrage zufolge allerdings nur 18 Prozent, dass der derzeitige Wirtschaftsaufschwung ein Verdienst der großen Koalition ist. 22 Prozent rechnen dies der rot-grünen Vorgängerregierung an. Die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) sind der Ansicht, dass für die gute Konjunktur andere Dinge wie die allgemeine Weltwirtschaftslage verantwortlich sind.

(Für die Umfrage von "Stern" und RTL wurden vom 16. bis 20. Juli 2007 rund 2500 Bundesbürger befragt. Für die "Stern"-Umfrage wurden am 19. und 20. Juli rund 1000 Bürger befragt.)

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