Umfragen : Verluste für Union und SPD

Ein Jahr nach dem Start der großen Koalition befinden sich Union und SPD in der Wählergunst im Sinkflug. Ein leichtes Plus verzeichneten die FDP und die Grünen.

Berlin - Einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge büßten beide Koalitionspartner im Vergleich zur Vorwoche je einen Punkt ein und liegen nun bei jeweils 29 Prozent. Auch das Allensbacher Institut für Demoskopie sieht Verluste bei Union und SPD. Hier rutschten CDU und CSU innerhalb eines Monats von 31,6 auf 31,2 Prozent ab. Das ist der schlechteste Allensbach-Wert für die Union seit dem März 2000. Die SPD sank von 30,4 auf 30,1 Prozent.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte der "Mitteldeutschen Zeitung": "Die Koalition ist besser als ihr Ruf." So sei die Arbeitslosigkeit gesunken. Kauder betonte zudem: "Die Wirtschaft wächst, die Steuereinnahmen sprudeln. Mit einer solchen Bilanz hätte Gerhard Schröder am Kanzleramt einen Glockenturm bauen lassen."

Der Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL zufolge verbesserte sich die FDP um einen Punkt auf 15 Prozent. Auch die Grünen konnten um einen Punkt auf zehn Prozent zulegen. Die Linkspartei/PDS landete wie in der Vorwoche bei elf Prozent. Die Allensbach-Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ergab einen Anstieg der FDP von 12,8 auf 13,3 Prozent, die Linkspartei.PDS legte von 9,3 auf 10,2 Prozent zu. Die Grünen verschlechterten sich hier dagegen von 11,0 auf 10,4 Prozent. (tso/ddp)

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