Politik : Umstrittenes Heiligtum

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Für Japan ist er spirituelles Symbol , für China und Südkorea Stein des Anstoßes: Der Yasukuni-Schrein im Herzen von Tokio war einst die wichtigste Stätte des japanischen Nationalglaubens, des Shintoismus. Während des Zweiten Weltkriegs trugen Japans Kamikaze-Piloten bei ihren Selbstmordmissionen Yasukuni-Amulette unter ihren Stirnbändern. Nach Kriegsende setzten die US-Besatzer in Japan die Trennung zwischen Staat und Religion durch. Der Schrein wird seither von einer Privatorganisation betrieben. 2 466 532 Tote werden heute als „ewige Seelen“ verehrt, die in insgesamt elf Kriegen ums Leben kamen. Der Schrein gilt in China und Südkorea als Symbol für Japans Kriegsvergangenheit und seinen Imperialismus während des 20. Jahrhunderts. Für Kritik bei Japans Nachbarstaaten sorgt vor allem, dass unter den Verehrten 14 Japaner sind, die nach dem Zweiten Weltkrieg von einem internationalen Militärgericht als Hauptkriegsverbrecher zum Tode verurteilt wurden. AFP

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